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... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... und Murphy's Geschichte
#1 ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... und Murphy's Geschichte

Mein erster PW-Kurs, das war 1984. Wir nähten Hexagons, Dresden Plate, Grandmother's Fan auf Kissen. Hat viel Spaß gemacht, ich konnte es gar nicht erwarten, einen großen Quilt fürs Doppelbett zu machen.
Da meine Nähmaschine zwar Klamotten nähte, aber bei PW nicht mit mir kooperieren wollte bzw. ich nicht wußte, wie sie mich dazu bringen konnte, gerade zu nähen oder die Nahtkreuzungen zu treffen, wurde von Hand genäht, was mir aber sehr viel gebracht hat. Alle Blocks wurden auf CM-Karopapier entworfen, Schablonen aus Röntgenfilm angefertigt. Muster für Quiltschablonen hatten wir eigentlich keine, nur eine Kopie von einer Werbung aus Quilter's Newsletter Magazine, klitzeklein, dort kamen unsere Ideen her!
Meine Lieblingsfarbe ist eigentlich Blau, aber damals ging es eher nach dem Motto - hier gibt's keine blauen Stoffe... keine grünen Stoffe gibt's nebenan - ROT war in der größten Vielfalt vorhanden, also: rot! Und weiss.
Dann kamen die ersten Fragen auf: muß ich die Stoffe vorwaschen? Neiiiin, eine Tagesdecke wäscht man doch nicht, das ist nicht nötig. Also gut, rote und weiße und rotweiße und weißrote Stoffe nicht gewaschen. Zwar gebügelt... aber gut. Genäht wurde mit 40er BW-Nähgarn, das hält bis heute. Gequiltet wurde auch mit dem Nähgarn, in Ermangelung von Quiltgarn. Vlies: welches nehme ich am besten? Die Auswahl war Polyester, Polyester, oder zur Abwechslung Polyester. Also nahm ich Polyester - wie dick? Möglichst dick, soll ja schön warm geben, sagte die Kursleiterin. Ich also in den Resteverkauf einer Möbelfirma, und dort ein 10 cm dickes Möbelvlies gekauft, weil das ja so schön dick sein sollte.
Die Rückseite auf den Boden geklebt, Vlies in 2 Bahnen drauf - muß man das nicht zusammennähen? Neeeeiiin, da wird drüber gequiltet, braucht man nicht. Markieren, womit? Na, mit dem blauen Zauberstift, der geht ja mit Wasser weg, oder von alleine. Ich habe dann immer Block für Block mit Wasser angesprüht, wenn ich fertig gequiltet hatte. Auf der weißen Rückseite sind heute leicht gelbliche Ränder zu sehen. Das Vlies ist an der Stelle, wo es nicht zusammengenäht werden mußte, auseinander gewichen, es ist dort eben recht dünn.
Ich habe einzelne Quiltstiche gemacht, damals konnte ich es noch nicht anders, und PRYM halblang No. 8 ist auch nicht gerade einladend für fortlaufende Stiche auf der Nadel. Der Quilt sieht wirklich super toll aus, wie Trapunto. Übrigens habe ich es bei Murphy fertig gebracht, einen Fingerhut "durchzuquilten", einen METALL-Fingerhut. Zwei Löcher hat er, und er steht in meinem Setzkasten bei meiner Sammlung - den werfe ich sicher nicht weg <grins>.
Alle Quiltschablonen hatte ich auch selber geschnitten, es gab ja nichts bei uns zu kaufen. Mit der Nagelschere - Schablonenmesser gab es nicht.
Mein Mann hatte mir damals aus Furnier einen großen, runden Quiltrahmen gemacht (der kann so Sachen) und später auch einen 3-Rollen-Ständer. Es gab ja nichts.
Die Kursleiterin unterrichtete nach dem Motto: die Blinde führt die Blinden. Damals hatte ich mir vorgenommen, wenn ich je mal einen Kurs geben sollte, dann gebe ich meine Erfahrungen weiter, und was ich nicht weiß, das lese ich nach. Dann rede ich mir den Mund fusselig, oder schreibe mir hier die Finger wund, aber solche Fehler sollten anderen nicht passieren, es ist schade um die viele Mühe und Arbeit, wenn man nachher einen tonnenschweren Quilt hat, den man zum Zudecken nicht verwenden kann, weil er einfach unbequem schwer ist, den man als Tagesdecke nicht nutzt, weil man ihn nicht "eben mal" aufs Bett wirft, das ist Hochleistungssport! Und eben aus diesen vielen Gründen, weil schief ging, was schief gehen konnte, heißt dieser Quilt "Murphy", nach Murphy's Gesetz. Oder sollte ich ihn "Mörfi" taufen <grins>?
Meine Güte, haben wir es heute gut: Inch-Karopapier, oder EQ oder QuiltPro, Schablonenmaterial blanco, Messer dazu, gutes Quiltgarn, schöne Vliese, die sich auch von Hand gut quilten lassen, und so
weiter, und so weiter. Trotzdem möchte ich die Zeit nicht missen, als ich mit Zirkel und Lineal den Lonestar entworfen, die Sechsecke konstruiert und Blut und Wasser unter Murphy geschwitzt habe, den ich von Mai bis Oktober gequiltet hatte.
Ach ja: der Quilt ist tatsächlich bis auf eine einzige Naht (der erste und letzte Versuch an DEM Quilt, mit der Maschine zu patchen), von Hand genäht und von Hand gequiltet, auch alle Zwischenstreifen und Ränder, Schrägstreifen außen, alles von Hand!
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Dazu gibt es natürlich auch eine Vorgeschichte!
Als ich 1980 heiratete, bekamen wir von Nachbarn ein schönes Geschenk, da bedankte ich mich persönlich. Die Nachbarin war Hauswirtschaftsmeisterin - und hatte in ihrem Wohnzimmer ein Styropor-Brett stehen, aufgepinnt waren Sechsecke, auf Papier geheftet - ich war neugierig und fragte, was das sei - aha, Patchwork - und stellte die übliche Frage, die wohl jede stellt: wie kommen die Papierchen da wieder raus? Sie erklärte das so ein bißchen, und meinte, da gäbe es Kurse bei der VHS.
Ab dem Moment, wo "Patchwork" erwähnt wurde, rumorte es in mir. Ich hatte gerade angefangen, Klamotten zu nähen, nachdem mein Mann mir ein halbes Jahr vorher mit einer 25 Jahre alten (für mich damals URALTEN) Pfaff-Tret-Motor-Nähmaschine ankam. Mein fragender Blick und "was soll ich denn mit DEM Ding" hat aber den Anstoß gegeben. Für 100 DM bekam er das Schätzchen von seinem Arbeitgeber, einem Modehaus. Und ich nähte Klamotten, mit meinem Handarbeitswissen aus der Schule, mit Hilfe von Burda und Neue Mode, die mir viel beigebracht haben, ich habe von der Bluse bis zur Jeans, vom Rock bis zum Wintermantel wirklich alles genäht.
Nun denn, die Nähmaschine ist heute noch mein Schätzchen, aber da nicht tragbar (Motor nicht an der Maschine, sondern am Tisch montiert), gab's später dann mal eine neue
, und ich nähte Klamotten, aber Patchwork spukte nach wie vor in meinem Kopf, 1980, 1981, 1982, 1983, und 1984. Ich hatte dann mal versucht, was aus meinen Blusenresten zu patchen, ohgott, das war krumm und schief und ich wußte nicht so recht wie, und da war 1984 im VHS Programm "Patchwork" drin - ich meldete meine Mutti und mich sofort an, sie wußte gar nicht, wie ihr geschieht, was ist denn überhaupt Patchwork? Sie ließ sich mitschleppen, und wir haben beide je einen Topflappen, 3 Kissen gemacht, alles Englisches Paper Piecing, bis wir beide unseren Murphy anfingen. Den Rest der Geschichte kennt Ihr ja.
Meine Mutter übrigens, sie war so mutig und hat ihren Murphy Stich für Stich wieder aufgetrennt (!!!), hat eine Reihe Blöcke abgetrennt, ein dünneres Vlies genommen, Klein-Murphy neu gequiltet, und vom Rest ein paar Kissen gemacht. Allerdings hatte sie die meisten Blocks mit der Maschine genäht.
#2 RE: ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... und Murphy's Geschichte

Hallo Susanne das erinnert mich auch an meine Anfänge die war zwar etwas Später. Meine Kursleiterinn hatte damals schon ein Geschäft aber Schablonen mußten wir uns noch selber zuschneiden, wenn ich nicht so verrückt gewesen wäre hätte ich es wahrscheinlich nicht weiter gemacht. Quilten mit der Maschine war verpönt nur mit Hand lies sie zu, wie sich die Zeiten doch geändert haben.
#3 RE: ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... und Murphy's Geschichte

Oh ja, es hieß immer, nur handgequiltet sei richtige Handarbeit. Aber der älteste erhaltene maschinengequiltete Quilt ist von ca. 1860/70 rum, müsste ich mal nachlesen. Man hat also gleich versucht, die Maschine dafür zu nutzen.
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#4 RE: ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... und Murphy's Geschichte
#5 RE: ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... und Murphy's Geschichte
#6 RE: ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... und Murphy's Geschichte

Haha, ich glaube viele Kursleiterinnen sind so. Einmal im Monat, das heißt eigentlich, zur Zeit Pause, geh ich zum Handarbeiten ins Nachbardorf. Einmal staunte ich, die Leiterin ließ sich zeigen wie man eine neue Maschinennadel einsetzt. Ich sagte nur, gibt es kein Begleitbuch zur Maschine? Man kann schon froh sein das nicht mit Olivenöl geölt wird. wie es die Tochter vom Boss gemacht hat.
Vor zig Jahren sah ich in einem Schaufenster eine echte amerikanische Patchworkdecke. Die fand ich so schön. Wegen dem Preis mußte ich natürlich überlegen. Meine ältere Kollegin meinte zu mir, die Decke ist doch zu bunt. Tja, hab ich nicht gekauft.
Klein gemusterte Baumwollstoffe hat es irgendwie damals nicht gegeben obwohl die damals eigentlich " In " waren. Ich glaub, ich habe mir damals Stoffe schicken lassen. Das ging so, man schrieb die Firma an und man bekam ein Musterbuch mit Stoffstückchen. Das Buch mußte wieder zurück geschickt werden.
Ein Teil aus uralter Zeit habe ich noch. Manchmal überlege ich ob ein 50 Jahre alter Stoff noch was taugt. Aber naja, muß nicht sein.
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#7 RE: ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... und Murphy's Geschichte

#8 RE: ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... und Murphy's Geschichte

Zitat von Malu27 im Beitrag #5
Heute gibt es wieder so schwere Decken. Sie heißen dann Therapiedecken und sollen mit dem Gewicht das Schlafen fördern. Solltest Du also irgendwann einmal Schlafprobleme haben, wirfst Du einfach Murphy über dich.
Der ist zu schwer und zu steif. Ich wollte ihn als Tagesdecke - aber da kugelst Du Dir eher die Schulter aus als daß Du ihn ausschütteln könntest

#9 RE: ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... und Murphy's Geschichte

Zitat von FrauKuchen im Beitrag #6
Manchmal überlege ich ob ein 50 Jahre alter Stoff noch was taugt. Aber naja, muß nicht sein.
Ich mache dann einen Reißtest. Wenn der Stoff das aushält, verwende ich ihn, wenn nicht - Müll. Und einen Brenntest! Früher wurden Mischgewebe auch gerne als Patchworkstoffe verkauft. Ein Stückchen anzünden überm Aschenbecher oder der Metallspüle. Zerfällt die Asche zu Staub, ist es Baumwolle, gibt es Krümel und riecht leicht süßlich bzw. nach Lösemitteln, ist Kunstfaser drin.
#10 RE: ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... und Murphy's Geschichte

#11 ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... Teil 1

Aus dem alten Forum bzw. von Yahoo gerettet:
Irgendwann in den Achtziger-Jahren erhielt ich von einer Nachbarin eine französisch-schweizerische Zeitschrift mit sagenhaften Amisch-Quilts drin und verliebte mich auf der Stelle! Ich hatte schon früher PW abgebildet gesehen und mir vorgenommen, wenn die Kinder etwas größer sind, werde ich einen Kurs machen. Eine tüchtige Kollegin, die PW-Kissen genäht hatte, meinte, da brauche man keinen Kurs, das könne man nach Abbildung. Ich wollte es aber von der Pike auf lernen, und als die Kinder dann tatsächlich größer waren, besuchte ich einen Kurs der Haushaltsschule. Er ging über 10 Abende. Und wir sollten jeden Abend einen neuen Block lernen.
Als erstes lernten wir, einen Crazy-Block zu nähen. Die Handarbeitslehrerin meinte, vor lauter Genauigkeit werde man es später kaum mehr schaffen, einen Block völlig frei zuzuschneiden. Als nächstes den Log-Cabin, und statt eines Blockes nähte ich mit der Zeit eine Decke für meine Tochter. Die ist unterdessen z. T. ziemlich dünn geworden und das Experiment, als Rückseite ein selbst gefärbtes Leintuch zu nehmen, werde ich nicht mehr wiederholen. Das ging nämlich sehr schwer zu quilten! So ging es weiter, alles mit dicken Kartonschablonen, selbst hergestellt und mit der Schere geschnitten. Die Lehrerin war sehr gut, und noch eine längere Zeit konnte ich sie immer wieder fragen, wenn ich nicht mehr weiterkam. Meine Nachbarin war, genau wie ich, begeistert von den Amisch-Quilts und kaufte sich irgendwo in einem Kaufhaus Stoff und schnitt ihn zu. Sie war allerdings nicht so begeistert von den Farben. Und auch ich finde, Violett und Rot geht eigentlich nur mit den Amisch-Stoffen zusammen, mit irgendwelchen anderen Stoffen geht das einfach nicht, das beißt sich! Sie kaufte sich dann im einzigen Geschäft, das es in der Schweiz damals gab, die richtigen Stoffe, nähte die Decke nochmals, und sie und ihr Mann - er ist Chirurg - quilteten die Decke in den Ferien zusammen! Der Mann quiltete sozusagen als "Fingerübung!" Alles stimmte. Dann erhielt ich einen PC mit Internet Zugang, und als erstes suchte ich Infos zu PW. Nach kurzer Zeit fand ich die "Sternenquilter" und bin jetzt bei verschiedenen PW-Gruppen. In den über 5 Jahren meiner www-Erfahrung haben sich viele Ordner angesammelt - man könnte ja mal etwas suchen! Auch ich bin froh über die vielen Bücher, die es unterdessen gibt, und auch über die vielen Hilfsmittel freue ich mich!
Esther
Könnt Ihr euch vorstellen, dass meine erste Patchworkdecke eine Badedecke aus Frottee-Quadraten war, und die Quadrate sage und schreibe 40 x 40 cm groß? Ich war damals 14 Jahre alt. "Richtig" angefangen zu patchen habe ich dann erst mit ca. 40 Jahren.
Bernadette
Wie vielleicht einige wissen, bin ich Krankenschwester. Ich arbeite auf einer Station, wo wir zu zweit Nachtwache haben und wenn die Routinearbeit erledigt ist, können wir uns einen Videofilm ansehen. Da kann man ja gut auf die Pausetaste drücken, wenn ein Patient klingelt. Eines Abends 1998 brachte mein Nachtwachen-Kollege den Film "Ein amerikanischer Quilt" mit. Da war es um mich geschehen. Boa, war der Quilt schön!! "Sowas will ich auch machen", dachte ich. Ich hatte bis dahin schon viel gehandarbeitet, angefangen vom Stricken und Häkeln über Fimokneten und Perlenweben bis hin zu Windowcolour. So schwierig konnte das also nicht sein, denn die Frauen, die den Quilt im Film genäht hatten, waren ja auch ganz normale Frauen. Ich habe also nach Literatur für Anfänger gesucht, zwei Bücher gefunden und geradezu verschlungen. Das erste Stück war ein Kissen. Dann habe ich mit einer Decke für das Bett meines Sohnes angefangen. Ich habe nach Motiven in Kindernaturbüchern gesucht, sie kopiert und diese Kopien als Vorlage für Maschinen-Applikationen verwendet. Das ging ganz gut. Dann kam die Frage nach dem Vlies. Och, naja, habe ich gedacht, ich habe da doch noch die Polyesterdecke; die ist von den Farben nicht mehr so schön, die nehme ich. Als Rückseite habe ich ein blau gefärbtes Laken genommen. Das Ergebnis: Die Decke war zu kurz und zu breit als Tagesdecke...Ich hatte das Bett nicht ausgemessen, sondern mich nach der Größe der Poly-Decke gerichtet. Ahem* Auf der Suche nach PW-Stoffen bin ich damals in der Nähe meines Arbeitsplatzes auf einen PW-Laden gestoßen, der 1998 gerade eröffnet hatte. Dort lag auch ein Flyer von den Sternen, und so bin ich auf diese Liste gekommen und habe viele super Tips bekommen. Aus Zeitgründen habe ich bisher nur einen einzigen Kurs gemacht, sonst bin ich Autodidaktin. Naja, und seitdem lässt mich Patchwork nicht mehr los, und alle anderen Hobbyteile liegen seitdem im Schrank. Bei mir war also der Film schuld an meiner "Sucht" *g*
Gudrun aus Schenefeld b. Hamburg
Im Sommer 1999 bekam ich vom Finanzamt eine nette Steuerrückzahlung. Etwas ratlos überlegte ich, wofür das Geld denn taugen würde. Am liebsten hätte ich mir ja schon wieder neue Hardware für meinen PC gekauft, aber letztendlich siegte die Vernunft, und die Entscheidung fiel auf die Anschaffung einer Nähmaschine, um endlich die ganzen zu reparierenden Kleidungsstücke wieder stadtfein zu machen. Also ab in die City zum Nähmaschinenhändler, der war hoch erfreut, viertel vor sechs noch ein gutes Geschäft zu machen...freundlich wie er war, brachte er die neue Husqvarna Lily 535 sogar mit seinem Auto zu mir nach Hause, denn ich war mit dem Moped da, und das Geld zum Bezahlen hatte ich auch vergessen... #-) Da stand sie nun, das neue Schätzchen, um mich herum das ganze Zubehör, und ich fragte mich...und nun? Ha... <geistesblitz>...irgendwo muß ja die Bedienungsanleitung sein, also nochmal abgetaucht in den Karton und siehe da! eine Anleitung und...ein ZigZack-Magazin :-) ...schick, eine Zeitschrift, und schon war es um mich geschehen, Nähmaschine, Zubehör, Bedienungsanleitung, alles mutierte sofort zur Nebensache, denn es gibt ja nichts Schöneres als Magazine:-). Meinem schlechten Gewissen erklärte ich, dass man ja nur aus Lektüre lernen kann, denn vom Nähen, geschweige denn von Nähmaschinen, hatte ich null Ahnung. Kaum war das Heft aufgeschlagen, stand dort in großen Lettern: "Nähen Sie Ihren eigenen Quilt". Was ist das denn, ein Qwilt? Wieso ist das kein Schottenrock? Komische Decke, die steckt ja in einem Kissen!!! Toll... sowas will ich auch sofort haben! Nun gewann mein schlimmster Charakterzug, die Neugierde, die Überhand, und sofort fand ich mich am Zeitungstand des Supermarktes wieder, um mich vom Patchwork-Magazin anschreien zu lassen: Kauf mich! Das tat ich auch, denn darin war die Anleitung für eine Giant Dahlie! Die ist ja noch schöner wie der Quillow :-) Unbedarft fuhr ich zum Hobbyhof, denn meine freundliche Nachbarin sagte: "Die Frau da hat Ahnung von Pätschwörk". Die Ladenbesitzerin kam aus dem Lachen nicht mehr heraus, nachdem ich ihr das Heft mit der Dahlie unter die Nase gehalten hatte und sie erfuhr, dass ich noch nie genäht hatte. Souverän sagte ich: "Diese Stoffe hätte ich dann gern, Tüte brauche ich nicht, bin mit dem Auto da...." Ihre ebenso souveräne Antwort - „Das mit der Tüte geht in Ordnung mein Kind, aber meinen Sie nicht auch, dass 10 Meter Stoff und ein 3x3m großer Quilt für einen Anfänger ohne Rollschneider, Ruler und Matte etwas hochgegriffen ist?" - ließ mich zwar hart auf dem Boden der Tatsachen aufschlagen, jedoch ohne meine neue born to quilt-Euphorie aufzugeben. Vielmehr hatte ich ein neues Ziel: Patchwork + Quilting. Die ersten Projekte gelangen mir dann mit dem Buch Patchwork Sampler von Johanna Ruprecht, dann folgten Projekte von Ruth Leiz und erste Versuche im Handquilten. Mein erster großer Quilt war ca. ein Jahr später ein blauweißer Lone Star. Die passenden Stoffe dazu hatte ich seinerzeit in Hamburg gekauft; dort hatte man freundlicherweise auch den Stoffverbrauch für mich ermittelt. Als ich nach zweieinhalb Stunden den Laden verließ, bekam ich noch einen Zettel in die Hand. Ich sollte mich mal auf der Liste der Sternenquilter anmelden, dort werde einem geholfen und man bekäme Tipps, Tricks, Links und nette Kontakte. Wie richtig das war :-)
Nordsternchen Karin
Mein erster PW-Kurs, das war 1984. Wir nähten Hexagons, Dresden Plate, Grandmother's Fan auf Kissen. Hat viel Spaß gemacht, ich konnte es gar nicht erwarten, einen großen Quilt fürs Doppelbett zu machen. Da meine Nähmaschine zwar Klamotten nähte, aber bei PW nicht mit mir kooperieren wollte bzw. ich nicht wußte, wie sie mich dazu bringen konnte, gerade zu nähen oder die Nahtkreuzungen zu treffen, wurde von Hand genäht, was mir aber sehr viel gebracht hat. Alle Blocks wurden auf inch-Karopapier entworfen, Schablonen aus Röntgenfilm angefertigt. Muster für Quiltschablonen hatten wir eigentlich keine, nur eine Kopie von einer Werbung aus Quilter's Newsletter Magazine, klitzeklein, dort kamen unsere Ideen her! Meine Lieblingsfarbe ist eigentlich Blau, aber damals ging es eher nach dem Motto - hier gibt's keine blauen Stoffe... keine grünen Stoffe gibt's nebenan - ROT war in der größten Vielfalt vorhanden, also: rot! Dann kamen die ersten Fragen auf: muß ich die Stoffe vorwaschen? Neiiiin, eine Tagesdecke wäscht man doch nicht, das ist nicht nötig. Also gut, rote und weiße und rotweiße und weißrote Stoffe nicht gewaschen. Zwar gebügelt... aber gut. Genäht wurde mit 40er BW-Nähgarn, das hält bis heute. Gequiltet wurde auch mit dem Nähgarn, in Ermangelung von Quiltgarn. Vlies: welches nehme ich am besten? Die Auswahl war Polyester, Polyester, oder zur Abwechslung Polyester. Also nahm ich Polyester - wie dick? Möglichst dick, soll ja schön warm geben. Ich also in den Resteverkauf einer Möbelfirma, und dort ein 10 cm dickes Möbelvlies gekauft, weil das ja so schön dick sein sollte. Die Rückseite auf den Boden geklebt, Vlies in 2 Bahnen drauf - muß man das nicht zusammennähen? Neeeeiiin, da wird drüber gequiltet, braucht man nicht. Markieren, womit? Na, mit dem blauen Zauberstift, der geht ja mit Wasser weg, oder von alleine. Ich habe dann immer Block für Block mit Wasser angesprüht, wenn ich fertig gequiltet hatte. Auf der weißen Rückseite sind heute leicht gelbliche Ränder zu sehen. Das Vlies ist an der Stelle, wo es nicht zusammengenäht werden mußte, auseinander gewichen, es ist dort eben recht dünn. Ich habe einzelne Quiltstiche gemacht, damals konnte ich es noch nicht anders, und PRYM halblang No. 9 ist auch nicht gerade einladend für fortlaufende Stiche auf der Nadel. Der Quilt sieht wirklich super toll aus, wie Trapunto. Übrigens habe ich es bei Murphy fertig gebracht, einen Fingerhut "durchzuquilten", einen METALL-Fingerhut. Zwei Löcher hat er, und er steht in meinem Setzkasten bei meiner Sammlung - den werfe ich sicher nicht weg <grins>. Alle Quiltschablonen hatte ich auch selber geschnitten, es gab ja nichts bei uns zu kaufen. Mit der Nagelschere - Schablonenmesser gab es nicht. Mein Mann hatte mir damals aus Furnier einen großen, runden Quiltrahmen gemacht (der kann so Sachen) und später auch einen 3-Rollen-Ständer. Es gab ja nichts. Die Kursleiterin unterrichtete nach dem Motto: die Blinde führt die Blinden. Damals hatte ich mir vorgenommen, wenn ich je mal einen Kurs geben sollte, dann gebe ich meine Erfahrungen weiter, und was ich nicht weiß, das lese ich nach. Dann rede ich mir den Mund fusselig, oder schreibe mir hier die Finger wund, aber solche Fehler sollten anderen nicht passieren, es ist schade um die viele Mühe und Arbeit, wenn man nachher einen tonnenschweren Quilt hat, den man zum Zudecken nicht verwenden kann, weil er einfach unbequem schwer ist, den man als Tagesdecke nicht nutzt, weil man ihn nicht "eben mal" aufs Bett wirft, das ist Hochleistungssport! Und eben aus diesen vielen Gründen, weil schief ging, was schief gehen konnte, heißt dieser Quilt "Murphy", nach Murphy's Gesetz. Oder sollte ich ihn "Mörfi" taufen <grins>? Meine Güte, haben wir es heute gut: Inch-Karopapier, oder EQ oder QuiltPro, Schablonenmaterial blanco, Messer dazu, gutes Quiltgarn, schöne Vliese, die sich auch von Hand gut quilten lassen, und so weiter, und so weiter. Trotzdem möchte ich die Zeit nicht missen, als ich mit Zirkel und Lineal den Lonestar entworfen, die Sechsecke konstruiert und Blut und Wasser unter Murphy geschwitzt habe, den ich von Mai bis Oktober gequiltet hatte. Ach ja: der Quilt ist tatsächlich bis auf eine einzige Naht (der erste und letzte Versuch an DEM Quilt, mit der Maschine zu patchen), von Hand genäht und von Hand gequiltet, auch alle Zwischenstreifen und Ränder, Schrägstreifen außen, alles von Hand!
Dazu gibt es natürlich auch eine Vorgeschichte! Als ich 1980 heiratete, bekamen wir von Nachbarn ein schönes Geschenk, da bedankte ich mich persönlich. Die Nachbarin war Hauswirtschaftsmeisterin - und hatte in ihrem Wohnzimmer ein Styropor-Brett stehen, aufgepinnt waren Sechsecke, auf Papier geheftet - ich war neugierig und fragte, was das sei - aha, Patchwork - und stellte die übliche Frage, die wohl jede stellt: wie kommen die Papierchen da wieder raus? Sie erklärte das so ein bißchen, und meinte, da gäbe es Kurse bei der VHS. Ab dem Moment, wo "Patchwork" erwähnt wurde, rumorte es in mir. Ich hatte gerade angefangen, Klamotten zu nähen, nachdem mein Mann mir ein halbes Jahr vorher mit einer 25 Jahre alten (für mich damals URALTEN) Pfaff-Tret-Motor-Nähmaschine ankam. Mein fragender Blick und "was soll ich denn mit DEM Ding" hat aber den Anstoß gegeben. Für 100 DM bekam er das Schätzchen von seinem Arbeitgeber, einem Modehaus. Und ich nähte Klamotten, mit meinem Handarbeitswissen aus der Schule, mit Hilfe von Burda und Neue Mode, die mir viel beigebracht haben, ich habe von der Bluse bis zur Jeans, vom Rock bis zum Wintermantel wirklich alles genäht. Nun denn, die Nähmaschine ist heute noch mein Schätzchen, aber da nicht tragbar (Motor nicht an der Maschine, sondern am Tisch montiert), gab's später dann mal eine neue ;-), und ich nähte Klamotten, aber Patchwork spukte nach wie vor in meinem Kopf, 1980, 1981, 1982, 1983, und 1984. Ich hatte dann mal versucht, was aus meinen Blusenresten zu patchen, ohgott, das war krumm und schief und ich wußte nicht so recht wie, und da war 1984 im VHS Programm "Patchwork" drin - ich meldete meine Mutti und mich sofort an, sie wußte gar nicht, wie ihr geschieht, was ist denn überhaupt Patchwork? Sie ließ sich mitschleppen, und wir haben beide je einen Topflappen, 3 Kissen gemacht, alles Englisches Paper Piecing, bis wir beide unseren Murphy anfingen. Den Rest der Geschichte kennt Ihr ja. Meine Mutter übrigens, sie war so mutig und hat ihren Murphy Stich für Stich wieder aufgetrennt (!!!), hat eine Reihe Blöcke abgetrennt, ein dünneres Vlies genommen, Klein-Murphy neu gequiltet, und vom Rest ein paar Kissen gemacht. Allerdings hatte sie die meisten Blocks mit der Maschine genäht.
Susanne, quaak
Susannes Murphy hat bei mir Erinnerungen geweckt! Im Herbst 1974 habe ich im Völkerkundemuseum in Basel eine Ausstellung alter, amerikanischer Quilts gesehen. Bin extra aus der franz. Schweiz hingereist. Ein Pineapplemuster habe ich studiert und heimlich Notizen gemacht. Gesehen, dass Blockhaus dasselbe Prinzip, aber einfacher ist. Also habe ich zu Hause meine Stoffreste hervorgesucht und Streifen geschnitten. Auf die Farbe und Qualität nahm ich nicht Rücksicht, ich wollte ja nur das Musterprinzip probieren. Streifen mit Bleistift und Lineal angezeichnet, mit der Schere zugeschnitten. Maschinengenäht. Dann kam die Frage: wie versäubert frau das auf der Rückseite? Diese unzähligen offenen Schnittlinien. Vom Kleidernähen her wusste ich dass jede Naht versäubert wird. Also bügel/klebte ich auf die Rückseite ein genügend grosses Stück Stoff. Dass die Quilts in der Ausstellung Quilts waren weil sie *gequiltet* waren, sah ich nicht ,-))! Dieses Horrorstück habe ich noch im Schrank und wundere mich immer wieder, dass ich trotzdem zum pätschen fand.
Susi aus der Schweiz
Ich hab eine Zeit lang wirklich geglaubt, ich sei allein im All. Ganz allein so bekloppt. Eine uralte Tante hatte einen Baukasten ihrer früh verstorbenen Tochter, der bestand aus... haltet die Luft an... flachen bunten Holzdreiecken, Holzrauten Drachen und Quadraten usw. damit konnte man Muster legen... und vor allen Dingen, man durfte das nicht. Es war streng verboten, den heiligen Kasten anzurühren. Das hat mich davon nie abgehalten, und ich hab damit endlose verborgene Stunden verbracht ... vor allem mit dem makellosen Aufräumen hinterher. Kurz vor dem Abi, 1961 hab ich angefangen, Sachen zu zerschnibbeln und irgendwie anders wieder zusammen zu nähen, zu kleben, zu arrangieren. Es wurden die reinsten Crazy Sachen daraus, die ich leider alle verschenkt habe und heute was drum gäbe, wenn ich ein Foto davon hätte. 1980 dann sah ich auf einem Flohmarkt in Bonn, da war der noch auf der Hofgartenwiese, im Stand einer Hippifrau einen Log Cabin Quilt. Es hat mich förmlich erschlagen. Ich hatte drei Kinder dabei, die mich wegzerrten, es gelangen nur wenige Blicke, aber ich wußte: DAS IST ES. Zu Hause hab ich verzweifelt versucht, das Muster aus meinem Hirn heraus zu kitzeln, es dauerte lang, bis es mir gelungen ist und ich hab den ersten Block genäht. Riesengroß, die einzelnen Logs bestimmt 30 x 8 cm groß aus glibberigem blauen Polyester Stoff und bunt bedrucktem ebenfalls Glibberstoff als Gegenstoff. Das mit hell und dunkle immerhin hatte ich kapiert. Und dann ?? Ich hatte gesehen, das Ding hat irgendwie Substanz. Ich hab es einfach abgefüttert und das war es. Stoffe gab es keine. Bücher oder auch nur Begriffe, Worte für das, was da war, gab es nicht. Und trotzdem wußte ich, ich bin nicht allein auf der Welt, es gibt noch andere Verrückte. Dann hatte meine Tochter einen hochnäsigen amerikanischen Freund, der sah mein erstes Ding und sagte nur ein hundsgemeines Wort : "Bullshit". Das hat mich getroffen. ..warum ? Er hatte Recht. Aber ich wußte ja noch gar nichts. In diesem Jahr sind wir zum ersten Mal in die USA gereist. Ich stand vor meinem ersten Patchworkladen in Salt Lake City. Alles in rosa, blau und hellgrün und creme. Ich habe meinen lieben Mann irgendwo außerordentlich dauerhaft geparkt, bin in den Laden und hab .... ihn leergekauft. Matte, Cutter, Lineale, alles an Büchern, Stoffe, einfach alles. Mehr weiß ich von dieser ersten Reise nicht mehr. Ach, und übrigens, der Quilt der dann entstand hieß "Oregon Trail" und bei ihm ist der einzige Stoff verarbeitet, der nun wirklich ausgebleicht ist, von dunkelrot in helles rosa. War wohl doch auch noch nicht so weit alles in den USA 1982.... Ich hoffe, ich hab euch nicht gelangweilt, geschrieben hab ich das noch nieeee.
Ulla „Quiltqueen“
So einen Kasten, wie Ulla ihn kannte, hatten wir auch im Kindergarten - ich liebte ihn! Und dann hatte ich so eine runde Schablone, ca. 25 cm Durchmesser, darin waren lauter geometrische Formen wie Kreise, Rauten, Quadrate, Rechtecke usw, damit konnte man Mandalas malen - was habe ich stundenlang im Kinderzimmer gehockt und gemalt - erst die Muster, dann bunt ausgemalt - schon damals habe ich am liebsten gelb, orange, rot und rosa kombiniert...also, Farben und Formen haben mich schon früh fasziniert...Dann hatte ich diese Sarah Kay Puzzles und Quartetts und Tassen und was nicht alles - das waren so eine Art moderne 70er Jahre Sunbonnet Sues mit Flicken auf den Jeans und Patchworkkleidern...da begann mein Herz für Patchwork zu schlagen! Dann schenkte mir meine Mama mal ein Tschibo Handarbeitsbuch, das war Ende der 70er und ich vielleicht 12 oder 13 - darin waren ein paar Log Cabin Kissen, ein Quilt aus lauter Karo-Quadraten und ein gepatchter, gequilteter Teppich aus lauter Streifen - boah!!! Die Bilder habe ich eine Millionen mal angesehen! Aber meine Mama wollte mich nicht an ihre doofe Nähmaschine lassen!!! Wahrscheinlich hatte sie nur keine Lust, mir alles zu erklären... Dann kündigte sich 1984 mein erstes Kind an und ich entdeckte bei Karstadt lauter hellblau geblümte Baumwollstoffe - von jedem Muster nahm ich ein Stück mit und nähte von Hand meine erste Patchworkdecke fürs Baby, lauter gleich große Quadrate, gequiltet wurde das Teil natürlich auch nicht. Aber sie ist noch heute, ziemlich blass, oben im Schrank und Baby 21...Ich strickte meinem Töchterlein dann auch noch eine wunderbare Decke, die bestand aus lauter knallbunten Quadraten und Rechtecken, alle verschieden groß und mit lustigen Motiven wie Micky Maus, einem Pferd, einem Schmetterling usw., meine Mutter hat das "Top" dann gefüttert, mit einem kuscheligen Biberbetttuch hinterlegt und zusammengenäht, wegen der unterschiedlichen Größe der Lappen wurden dann auch noch Strickhandschuhe und Musterlappen, meine ersten Häkelversuche usw. mit eingebaut und dabei hat sie dann auch durch alle drei Lagen gesteppt - das war dann doch wohl ein "Crazy-Strickquilt", oder? Das Teil haben wir natürlich auch noch. So, da war ich immerhin erst zarte 18...das Patchen hat mich dann wieder Anfang der 90er heimgesucht, da habe ich mir einen tollen Log Cabin Entwurf ins Rechenheft gemalt und alles fein mit Bleistift und Lineal auf den Stoff gezeichnet, jeden Streifen maßgenau ausgeschnitten und ein paar Blöcke genäht - wegen Kind Nummer 2 blieb es dann aber dabei, und weil die Süße auch mit 2 Jahren noch fürchterlich gesabbert hat, bekam sie lauter schöne Log Cabin Lätzchen...habe ich natürlich auch noch alle...Dann, endlich, Kind Nr. 3 konnte schon laufen, eine kleine Anzeige in der Zeitung: Patchwork VHS Kurs...da habe ich mich angemeldet und traf endlich eine waschechte, hoch ansteckende Quilterin, die mich sofort mit dem Virus infizierte, mir Rollschneider, Inch-Lineal und Matte unter die Nase hielt und mir meine erste Schnellschnittmethode für Ohio Stars zeigte...bei ihr lernte ich dann noch Log Cabin, Dresden Plate und Riesenbeutel nähen und meine Stoffsammlung wuchs schneller, als ich gucken konnte - wie das weiterging, weiß man ja...es kamen die Bücher dazu und die Hefte und noch mehr Stoffe - zwischendrin dann noch ein weiterer Meilenstein in meinem Werdegang, der Computer und damit dann auch bald die Sternenquilter - äh - Quiltsterne...das gab dann noch mehr aha-Erlebnisse, die bis heute andauern...So, wie die Geschichte weitergeht, weiß ich ja noch nicht, die ersten Quilts sind jedenfalls bereits zerschlissen und ich muss nun mal hoch ins Nähzimmer und weitere herstellen...wenn dann endlich die ganze Familie wieder eingedeckt ist, kommen ja vielleicht schon die ersten Enkelchen...;-)))
Susi „Fassett-Fan“
Bei mir war es in den 60er Jahren, als Laura Ashley ein Thema wurde. Dort gab es, schief im Fadenlauf, schief im Druck, vorgeschnittene Quadrate in Päckchen zu ca. 1qm zu kaufen, viel zu teuer für mein Taschengeld und deshalb nur eins und bis heute unberührt. Das wird mir in Jahrmillionen bei einer Versteigerung bringen, denke ich *ggggg*. Seit damals habe ich mich für Quilts und Patchwork interessiert, bin aber nie dazu gekommen. Die Sehnsucht hat sich aber erhalten, trotz meiner seit 3 Jahren scheinbar unheilbar ausgebrochenen Krankheit.
Margret aus Westfalen
Ich war 1995 in Amerika, Pensylvania und natürlich auch bei den Amishen mit null Ahnung von Patchwork (damals webte ich noch) und dort geriet ich, handarbeitsbegeistert wie ich schon immer war, gezwungenermassen in einen Patchworkladen.. und fand diese "Decken" zwar toll, aber schweineteuer (heute denke ich anders drüber !) Wie das Schicksal es so will: Kaum zu Hause, wurde zwei Monate später bei uns hier im Dorf ein Patchworkladen eröffnet ! Und was soll ich weiter erzählen ? Ihr wisst ja alle am Besten wie das so geht wenn dieser Virus zuschlägt :-)
Michou
Also, was "Patchwork" ist. wußte ich genau (woher?????), nur wie es hergestellt wurde, war mir schleierhaft. Genau wie Susi N. sah ich in einem Tschibo-Handarbeitsbuch eine Patchworkdecke in verschiedenen rosa/rot/weiß Tönen. Diese Bücher waren wie Bilderbücher für mich. Nun kam die Zeit, daß meine Tochter ihr Abi machte und zum Studieren das Haus verließ. Eine Bettdecke mußte genäht werden, damit die Studentenbude wohnlicher aussah. Sie sammelte blaue Stoffstückchen (ich half beim Sammeln, wenn ich durch die Stadt ging) und als die Tüte voll war, sollte genäht werden. Nun hatte sie leider keine Zeit mehr dafür und es hieß: "Mama, kannst Du nicht mal eben ..... Du kannst doch nähen, das ist doch nicht schwer!" Was tut man nicht alles als Mutter, wenn man ein bißchen gelobt wird. Mein erstes Patchworkbuch, das ich mir kaufte, war von Irene Kahmann. Ich probierte einige Blöcke (Hand genäht, versteht sich), um mich an das Thema heranzutasten. Für den ersten Block nahm ich Karostoff, denn ich dachte, daß ich dann immer schön gerade schneiden und auf den gewebten Linien nähen könne. Das Ergebnis hat mich nicht vom berühmten Hocker gehauen, aber ich nähte daraus eine Tasche für den Hausgebrauch (auf die Straße kam sie nicht). Dann wagte ich mich an ein Kissen mit einem Stern und vielen Rändern. Das sah schon etwas besser aus. Jetzt wollte ich natürlich auch quilten und da kam mir ein Zeitungsartikel zu Hilfe. In einem Interview berichtete eine Amerikanerin, die für ein Jahr an einem Gymnasium in Wilhelmshaven unterrichtete, von ihrem Hobby Patchwork. Nach einigem Hin- und Herdenken, entschloß ich mich, bei ihr anzurufen und sie um Hilfe zu bitten. Und dazu war sie bereit, lud mich in ihre Wohnung, beantwortete meine vielen Fragen, zeigte mir das Quilten und schenkte mir ein Stück Vlies für mein Kissen. Hochbeglückt und angefüllt mit Wissen und Tatendrang maschierte ich nach Hause. Nun fühlte ich mich stark genug, die gewünschte Decke in Angriff zu nehmen. Wie bereits gesagt, es wurden nur Stoffkaros im Format 12 x 12 cm aneinander genäht, kleinere Quadrate konnte ich mir nicht vorstellen: wann wäre ich dann wohl mit der Decke fertig gewesen, wo sie doch so rasch wie möglich erwünscht war. Nun denn, die Decke hat eine gepatchte Oberseite, ein Vlies und einen Rückseitenstoff, den ich am Rand auf die Vorderseite umnähte. Ich habe sogar mit der Nähmaschine "im Schatten der Naht" gequiltet. Und eigentlich gar nicht mal so schlecht, wenn ich mir diese Arbeit heute ansehe. Der Quilt existiert heute noch (ca. 20 Jahre ist er jetzt alt) und wird von meinen Enkeln so vielfältig wie nur möglich benutzt. Ja, und von da an ging’s weiter ... die berühmte Quiltsuchtkarriere.
Sieglinde aus Altenholz
Eines Tages kaufte ich einfach mal so eine Patchworkzeitschrift, der Quilt auf der Vorderseite sah recht ansprechend aus. Monate (!!!!) später beschloss ich, sowas mal zu nähen.....keinen blassen Schimmer von Stoffen, Rollschneider oder Schneidematten................
Ich hatte vier Tage am Stück frei: Donnnerstag Stoff kaufen, Freitag zuschneiden, Samstag nähen und Sonntag quilten - so dachte ich mir das....grins. Heraus kam: Donnerstag Stoff kaufen, Freitag nochmal auf Stoffjagd. Samstag frustriert waschen und zuschneiden (mit Schneiderkreide und Schere !!!!!), und Sonntag ??????? frustriert zwischen Stoffhäufchen hocken. Das dauerte mehrere Wochen. Dann hatte ich einen Kurs im Klamottennähen, das war SOOOOO FRUSTRIEREND !!!!! da kam ich nach Hause und habe den ersten Log Cabin genäht; die Maschine qualmte. Top genäht, Rückseitenstoff, Vlies Polyester geheftet, und dann das Quilten… grins !!!!!!!! Nix Stiche per inch...eher inch per Stich !!!! Der Quilt ist potthässlich !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! die Quiltstiche wie Heftstiche, nix zum Herzeigen, aber ich liebe ihn trotzdem !!!!!! Eins weiß ich aber jetzt: Quilt in a day...naja, träum weiter... Ich mache jetzt eher so Viele-Jahres-Projekte - wie meinen Blätterquilt!
Doro
Vor etwa 30 Jahren bekam ich von meiner amerikanischen Kollegin Linda einige Plastikschablonen und eine Packung Stoffreste geschenkt. Gräusliche Stoffe in rosarot, hellblau, lindgrün, eben Babyfarben wie damals die Kleidung der Amerikanerinnen oft war. Es waren Reste aus einer Hemden-/Blusenfabrik. Zu der Zeit war in den USA die Auswahl an Patchworkstoffen auch noch lange nicht so groß wie heute. Ich wußte damals nicht so recht, was ich damit anfangen sollte. Bücher und Anleitungen über Patchwork und Quilting gab es zu der Zeit noch nicht bei uns. Also legte ich die Geschenke erst einmal beiseite. Beim Aufräumen, etwa 4 Jahre später, fiel mir das Päckchen wieder in die Hände. Ich dachte an Linda, die zu dieser Zeit längst wieder zurück in den USA war und schaute mir die Stoffe und die Schablonen näher an. Zufällig gab es gerade da einen Anfängerkurs bei der VHS (mit Bleistift, Schere, Schablone und von Hand zuschneiden und zusammennähen) - und schon hatte ich mich infiziert. Nach ein paar Kissen und kleinen Arbeiten war mein erster großer Quilt ein Double Wedding Ring, in den viele Stoffe aus meiner Kindheit eingearbeitet sind, den habe ich heute noch. Meine ersten Kissen sind heute noch bei Mama im Gästezimmer und werden gehütet wie ein Schatz.Ach ja, und Lindas Schablonen habe ich auch noch und würde sie niemals hergeben.
Birgit
Ich habe schon sehr früh mit dem Bekleidungsnähen angefangen. Als meine Kinder dann aus dem Gröbsten heraus waren, fing ich mit dem dekorativen Nähen an, also Kissenhüllen, Tischdecken, Läufer usw. An PW-Stoffe habe ich vor mehr als 20 Jahren noch nicht gedacht. Ich hatte mir schöne Deko-Reste genommen und die in Quadrate und Dreiecke geschnitten, neu angeordnet und wieder zusammengenäht. Es war mühsam, kann ich Euch sagen. Und wer schon mal die glitschigen Dekostoffe in der Hand hatte, kann das bestätigen. Aber es klappte und sah auch gut aus. Vor ca. 15 Jahren hatte ich die erste Berührung mit PW-Heften und -Stoffen.Und mein erster Quilt war ein Irish Chaine. Hintergrundstoff: Nessel; Block-Stoff: Blusen-Blumen-Stoff (sah ja aus wie PW-Stoff, war aber preiswerter); Rückseite: Nessel; Einlage: altes Flanell-Bettlaken. Die kleinsten Blöcke waren 10 x 10 cm klein (!), die größten ca. 25 x 25 cm. Gequiltet habe ich in den großen Nessel-Quadraten, und zwar jeweils den Umriss von Bäumen (selbst ausgedacht). Der Quilt existiert immer noch. Über ein erstes Loch habe ich ein Herz appliziert. Es werden sicher noch viel mehr werden, bevor ich mich von diesem ersten Quilt trenne. Er ist übrigens täglich in Gebrauch und einmal im Monat in der Wäsche. Ausgeblichen ist der Blusenstoff überhaupt nicht. Und der Nessel ist wunderbar weiß geworden.
Martha
Rollschneider und Schneidematte waren schon lange erfunden, als ich ernsthaft mit dem Patchen angefangen habe ;-)) Meine ersten Schritte habe ich im Jugendclub gemacht. Da hatten wir eine Werkstatt, in der man alles mögliche machen konnte - und ich musste immer alles ausprobieren. Das erste PW-Teil war eine Tasche aus Hexagonen und Jeansresten. Natürlich wurden die Schablonen selbst aufgemalt und ausgeschnitten. Der Reissverschluss war gebraucht,wie auch die Jeans, die dran glauben musste - wir hatten ja nichts *grins* Die Tasche war viele Jahre mein bestes Stück, aber inzwischen ist sie "im Patchworkhimmel". Dann habe ich jahrelang gestrickt, Kleidung genäht und gestickt und nicht an Patchwork gedacht. Eines Tages lud mich eine Kindergartenmutter zu sich ein, um ihre Stickereien zu besichtigen. Das war Sternchen Bente. Ich kam um Stickbilder zu gucken und fiel von einer Ohnmacht in die nächste : überall PW-Kissen und Quilts !! Ich bin dann irgendwann nach Hause, hab mir das Heft von der Volkshochschule geschnappt und mich zum Kurs angemeldet. Ich habe einen Irish Chain-Quilt aus gechinzter Baumwolle genäht, denn PW-Stoff gab es hier nicht ( ausser rot/weiss bei Karstadt ). Ich habe es noch geschafft, im Kurs mit dem Quilten anzufangen. Mit Nähgarn und Wachs! Quiltschablonen gab es nicht, bzw. die rückte die Kursleiterin nicht gerne heraus. Also habe ich alle Quiltmuster mit Kreidepuder auf das Top übertragen und beim Quilten immer wieder nachgemalt, weil der Puder auf dem glatten Stoff nicht halten wollte. Da war der Kurs schon lange vorbei. Das war eine echte Lebensaufgabe! Im Kurs gab es sehr spärliche Auskünfte über Material und so, und deshalb habe ich z. B. auch richtig dickes Vlies genommen. Fragen wurden eher knapp beantwortet. Wir sollten wohl nicht zu schnell zu schlau werden ;-)). Danach habe ich noch einen Kurs bei einer anderen Kursleiterin gemacht - hier bei uns im Dorf ! Ich hatte vorher gar nicht wahrgenommen, dass es so etwas in unserem Kuhdorf gab ;-) Der Kurs war klasse. Wir haben alles von der Pike auf gelernt, als ginge es darum, uns für ein Quiltexamen vorzubereiten :-) und wir bekamen eine Telefonnummer für quiltige Notfälle. Der Kurs war ein echtes Highlight ! Naja, und dann kam das Internet, die Quiltsterne, Neetze und, und, und...
Angelika von da wo der Norden aufhört
#12 ... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... Teil 2

... wie das alles mal angefangen hat mit den Sternenquiltern... Teil 2
Aaalso, das war so. Als Teenager sah ich bei Freunden meiner Eltern, die für ein gutes Jahr bei uns Deutschland wohnten, einen Quilt. Dass dies ein Quilt war, das wusste ich damals allerdings nicht. Er war schön, ein echter Pennsylvania Dutch Quilt; mit Herzen drin und Namen reingestickt, vielen Blumen appliziert und so weiter. Dieser Quilt war so schön, dass ich ihn nie vergaß. So, das war in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Als ich 1973 von Deutschland weg ging, da war Patchwork noch nicht im Umlauf. Und hier hatten die dummen Damen im Stoffgeschäft sofort abgebogen wenn man 1985 reine Baumwolle, bedruckt, entdeckte und kaufen wollte. "Das ist speziell für eine Kundin bestellt." hieß es dann. Aber mir wollte im im Traum nicht einfallen, wofür diese Kundin gerade diesen Stoff brauchte. Einmal ergatterte ich ja ein kleines Stückchen und nähte daraus eine Haube für den Toaster, fütterte sie und nähte zwischenrein ein Stückchen Biberbettuch. Dann steppte ich alles in gleichäßigen Rauten ab, um dem Ganzen mehr Halt zu geben. Daß ich da eigentlich schon quiltete, das wußte ich nicht... Zeitsprung. Im February 2000 zog ich hier zu meinen beiden Söhnen ins Haus. (Inzwischen wohnt der Jüngere in Johannesburg.) Die beiden hatten Spaß daran, mir einen Computer zu geben. Ich hatte e-mail und Internetzugang. Und wußte eigentlich nichts damit anzufangen. Erst langsam und mit einigen Fragen kam ich dahinter, wie man das Internet benutzt. Also, nun wurde gegoogelt. Alle möglichen Sachen erfragte ich und bekam auch prompt Antwort. Und eines Tage tippte ich auch "Pennsylvania Dutch Quilt" ein. Die Antworten kamen prompt, aber nur eine zeigte mir damals ein Bild, was meinem Traumquilt ähnlich war. Nun schrieb ich, ob dieser Quilt verkäuflich wäre, und was die email-Anschrift der Quilterin sei . Nein, hieß es, nicht verkäuflich, und die Quilterin hätte keine email-Anschrift, aber, ihre Postadresse ist ....UND gleichzeitig fragte man mich, ob ich wohl einer Internetgruppe von deutschsprachigen Quiltern beitreten wollte. Meine Antwort: Ich hab keine Ahnung vom Quilten. Ach, das lernt man, wir helfen Dir alle, hieß es. Und so kam ich zu den Sternenquiltern. Danke Euch allen! Ihr habt mich sofort ohne Fragen aufgenommen, habt mir immer wieder geholfen. Die Sternenquilter waren eine besondere Gruppe! Ich las eifrig mit, schrieb viele Fragen und bekam mit Rat und Tat auch Antwort. Aber vorrangig war sofort die Frage ob ich wohl am Y2K-Tausch noch mitmachen möchte. Natürlich mochte ich, nur wie, was, wo? Alles wurde erklärt und die Jagd auf reine Baumwolle begann. Es war schlimm. Regelrecht dramatisch. Den damals einzigen kleinen PW-Laden kannte ich noch nicht, und in den übrigen Stoffgeschäften versicherte man mir immer wieder. es sei reine Baumwolle, obwohl ich fühlte dass das nicht stimmen konnte. Zum Schluss machte ich die Brennprobe. Da bewies ich dann den Leutchen was reine Baumwolle ist und was nicht. Jedenfalls schnitt ich alles schön brav mit der Schere zu, denn vom Rollschneider hatte ich auch noch keine Ahnung. Und kaum lief der Y2K für mich an, da wurde ich schon gefragt ob ich wohl an einem Round Robin teilnehmen wollte. Ich konnte nur stammeln, dass ich noch nicht so weit wäre, aber, die lieben *** waren wieder mutig und meinten, sie brächten mir das schon bei. Und so sprang ich also wieder beim tiefen Ende ins Wasser. Und dann wurde ein Stern an unsere Sternthaler Christl geschickt, die daraus unseren grossen Sternenquilt herstellte. Da tat sich noch was! Leider muss ich gestehen dass ich total infiziert wurde und die Stoffsucht nicht aufhört. Meinen Traumquilt, den Pennsylvania Dutch, den hab ich immer noch nicht - ABER die Quilterin kopierte mir aus einem Buch Bild und Anleitung, das Buch habe ich mir inzwischen antiquarisch aus Amerika kommen lassen, und in nächster Zukunft wird dieses Projekt auch begonnen. Aber mein Y2K wurde fertig, der Round Robin wuchs noch und heißt heute der Engelbert Humperdinck (Haensel und Gretel-Oper "...vierzehn Englein um mich stehn"). Das war mein Anfang, obwohl ich vorher zum Beispiel aus Lederrestchen Taschen gepatcht habe (meine Freundin ha eine davon, diese ist heute dreissig Jahre. Nee, nicht die Freundin, die Tasche). Ich hatte diese mit Jeans gefüttert, sehr dauerhaft. Damals hatte ich keine Ahnung dass man dies Patchwork nennt. Wo ich zuhause war, da sprach man von Fleckerldecken, Fleckerlarbeiten und so weiter. Aber das brachte ich nie in Verbindung mit PW und Quilten. Ich danke allen alten Sternenquilter aus dem Jahr 2000, die mir das Quilten, Patchen, Schneiden und Planen beigebracht hatten. Und das alles übers Netz - wie gut dass es das Internet gibt! :))
Geralde in Afrika
Bei mir war es auch so ähnlich - ich hab eigentlich keine feste Vorstellung gehabt, als ich mich vor 10 bis 12 Jahren bei der Volkshochschule für einen Patchworkkursus anmeldete. Ich hab immer sehr gern gestrickt, gehäkelt, eben mit Stoffen und Wolle gearbeitet. Vorher hatte ich einen sehr schönen Papier-Schöpf-Kursus…jetzt war eben Patchwork dran. Ganz schnell habe ich "Blut geleckt"! Zuerst wirkliche Restestoffe aus alter Garderobe, dann ab und zu ein Stöffchen von Karstadt bis ich dann - fast immer im Urlaub - die ersten wunderschönen Patchwork-Läden entdeckte. In Berlin gab es dann erstmals ein Geschäft, was jetzt zu hat (inzwischen sind es vier!) Wir haben mit Schablonen (aus Pappe selbstgemacht) begonnen, aus Büchern, die uns die Lehrerin zur Verfügung stellte. - Ich hab seitdem einige Kurse besucht, aber meine liebste Technik ist nach wie vor das aufwendige Schablonen-Nähen - klappt immer am besten bei mir. Natürlich möchte ich für vieles nicht ohne Rollschneider und Schneidematte sein!
Ja, und dann fing es an mit dem Millenium-Quilt und mir wurde bewußt, wie schön die netten Bekanntschaften mit anderen Frauen aus diesem Umfeld sein können!! Immer noch ist das Mit-Menschliche, eine freundliche, aufgeschlossene, teilnehmende Atmosphäre untereinander für mich "die halbe Miete"!!!
Inge aus Berlin
In der 11. Klasse meinte meine Mom, ein Schreibmaschinenkurs wäre für mein späteres Leben von Vorteil. Gesagt - erfolgreich getan. Angestachelt von diesem Erfolg, schleppte sie mich ein Jahr später zu einem Klamotten-Nähkurs der VHS mit und meinte, der sei für später auch ein Vorteil. Ich hab ihr blind vertraut, hatte ja schon mal funktioniert. Vorher hatte sie mir noch ihre Uralt-Maschine vermacht, sie selbst hatte sich eine neue Pfaffi geleistet. Sie war ganz glücklich, mein Spaßfaktor hielt sich schwer in Grenzen...Das war mehr Qual als Muße! Die Hose, die ich genäht hatte, hab ich bis heute nicht angehabt (bis sie fertig war, war sie zu klein....). Einige Jahre später besuchte ich als Tuppertante eine Kundin, die in ihrem Flur wunderschöne Quilts hängen hatte. Die gefielen mir auf Anhieb. Aber als ich an meine Erinnerungen mit der Nähmaschine dachte, beschloss ich, das besser sein zu lassen...
Knapp ein Jahr später fiel mir beim Warten in einem Zeitschriftenladen aus Langeweile eine Lena Patchwork in die Hände, auf deren Titelseite ein schöner und bunter Sternenquilt war. Schon allein um davon zu träumen (und sie sicherzustellen - man weiß ja nie) kaufte ich sie. In der Zeitschrift war u. a. eine Annonce von unserem Kalender*** Birgit Klein inklusive Homepage-Nennung. Dort stand dann, dass nun (ca. 2 Wochen später oder so) aus dem Online-Shop zusätzlich ein Ladengeschäft werden würde.
In einem Anflug von Wahn sagte ich zu meinem damaligen Freund: Komm, da gehen wir hin (wohlbemerkt mit nicht dem leisesten Hauch, was mich erwarten würde...), ist ja nicht sooooo weit von Stuttgart weg! Da fand ich es dann auch richtig nett und Birgit war so lieb und gastfreundlich, dass ich (keine Ahnung von Tuten und Blasen) einfach etwas kaufen MUSSTE. Wenige Monate später kam ich wieder bei besagter Tupperkundin vorbei. Als ich sie fragte, wo sie denn diese hohe Kunst erlernt habe, meinte sie, in Waiblingen, aber in Stuttgart/Bad Cannstatt - das war damals einen guten Steinwurf von mir weg - gebe es auch einen Laden, der Kurse anböte. Das rumorte dann noch ein paar Wochen in mir. An einem Montag im Sommer des Jahres hab ich mich dann aufgerappelt und bin zu besagtem Laden aufgebrochen... Natürlich war geschlossen - ABER: die Ladenbesitzerin hatte Prospekte vor der Tür ausliegen, inklusive Kursangebote. ... fatal.... Das nahm ich dann in meinem Frust mit, hab noch eine Kollegin angestachelt und im September des gleichen Jahres einen Anfängerkurs (Sampler, was sonst *lach*) belegt. Während dieses Kurses hatte eine Freundin mit mir Mitleid und lieh mir die ältere Bernina ihrer Mutter (die sie auch nur ausgeliehen bekommen hatte) aus. Das war der Wendepunkt. Als ich sie ihr dann ca. 1/2 Jahr später zurückgab, hab ich mir die Bernina 153 QE (ist ja weiß Gott nicht die teuerste Maschine) zugelegt. Mein Kollege hat das irgendwie mitbekommen und meinte (seine Frau hat wohl auch mal zu patchen versucht), wenn seine Frau eine soooooo teure Nähmaschine kaufen würde, dann würde er die Scheidung einreichen.... Zwischenzeitlich hab ich mir einen Mann gesucht, der mein Hobby nicht nur toleriert, sondern auch toll findet und irgendwie stolz drauf ist und mit fachsimpelt.... (seine Worte: "Wir (!!!) kriegen ja auch einen Baltimore...". ;-) ) *Hi hi*, ohne Worte, oder? Tja - heute brauch ich immer noch Stoff und hänge mehr denn je an der Nadel .... süchtig halt - *ggggggg* Übrigens: Für den besagten Sternenquilt sammele ich heute noch sporadisch Stoffe... ;-). Und meine Mutter ist dann nach einem halben Jahr des Neides ob meiner Anfängerwerke vom Klamotten nähen auch auf's Patchwork umgestiegen, sie konnte einfach nicht widerstehen - woran das wohl liegt????... ;-)))
Nadine Bornträger
"Meine" Quiltgeschichte ist eigentlich nicht meine, sondern die meiner zweiten Tochter.Heike, damals süße 18 Jahre jung (1995) und kurz vor der Verlobung, aber noch im letzten Schuljahr und leidenschaftliche Matheliebhaberin und Zahlenfreak, wollte ihrem Liebsten ein schönes Verlobungsgeschenk machen. Sie hatte schon ein paar Sachen genäht, also ging sie hin, entwarf einen Doppelbettquilt - ohne je ein Patchworkbuch in der Hand gehabt zu haben oder einen Kurs zu machen, und Mama konnte ihr außer Nähmaschine in der Hinsicht auch nichts bieten. Das Muster hatte sie sich selbst ausgedacht, zwei übereinanderliegende große Herzen aus einzelnen Streifen. Die umgebenden Felder auch in einzelne Streifen eingeteilt. Sie hat JEDEN einzelnen Streifen ausgerechnet und mit der Schere zugeschnitten - ich bewundere sie heute noch dafür. Leider liegt das tolle Stück im Schrank, ich habe zwar in naiver Ahnungslosigkeit darauf bestanden, daß sie wenigstens diagonal mal drübernäht, damit die Teile nicht zu sehr verrutschen, aber ansonsten hatte das französische Bett von Andreas ohnehin einen dazugehörigen Überwurf. So etwa 3-4 Jahre später habe ich dann angefangen mit einem PW-Buch, Heike näht nicht mehr, sie hat dann eine Ausbildung gemacht und neben Job, Ehemann und Gemeinde wenig Zeit. Ich habe zuerst nach Buch genäht, großzügig über den Unterschied von inch und cm hinweggesehen. Je mehr Teile ein Block hatte, desto kleiner war er am Ende, weil die Nahtzugaben nicht stimmten. In einer Gruppe, die für einen Kirchenbasar näht, habe ich ca. 2 Jahre mitgenäht und viel gelernt, zwischendurch habe ich die Sternenquilter gefunden und da nicht nur über PW, auch über Computer viel gelernt und eine Menge liebe Leute kennengelernt. Vielen Dank euch allen!
Sigrid aus Hannover
Woher mein Interesse für Patchwork kam, kann ich eigentlich gar nicht mehr sagen. Irgendwie wollte ich aber immer so eine bunte Decke haben und muß wohl auch irgendwo einmal eine Abbildung gesehen haben, aber wann und wo das gewesen ist, daran kann ich mich nicht mehr erinnern, ist schon eine Ewigkeit her. Jedenfalls fing ich vor langer Zeit an, aus Illustrierten wie z.B. BRIGITTE oder Wohnzeitschriften, alle Blätter rauszureißen und zu sammeln, auf denen so etwas ähnliches wie eine Patchworkdecke oder Kissen abgebildet war. Langsam habe ich dann auch angefangen, Stoffe zu kaufen. Zuerst waren es Trachtenstoffe, die hatten kleine Muster, viel anderes gab es ja auch nicht. Dann stöberte ich eines Tages (vor mindestens 26 Jahren) in einem Buchladen, und was entdeckte ich da? Ein Ravensburger Taschenbuch, Titel "Muster und Techniken für Patchwork" von Linda P. Schäpper. Wow, welch wunderbare bunte Welt tat sich da vor mir auf, ich war ganz aus dem Häuschen. Ich weiß nicht wie oft ich dieses Büchlein in die Hand genommen habe, ich hab es heiß und innig geliebt und liebe es immer noch. Am liebsten hätte ich jeden Quilt daraus nachgenäht. Aber leider fehlten mir die Stoffe. Noch heute liegen Schablonen, die ich mir aus Millimeterpapier zugeschnitten hatte, darin. Einen richtig bunten Quilt im Rail Fence Muster (Seite 121, falls jemand dieses Buch auch hat) hab in dann angefangen. 700 Teilchen, 12 x 3,5 cm inklusive Nahtzugabe, mit der Schere ausgeschnitten und hinten mit Schablone eingezeichnet, ein Wahnsinn, aber soweit ich mich noch erinnern kann, waren die Teilchen verhältnismäßig schnell zusammengenäht. Dann stockte es aber, denn ich fand keinen passenden Stoff für den Rand, und es gab in meiner Gegend auch nirgends Vlies zu kaufen. Das zweite Buch von dem ich genauso begeistert war, war von Judy Martin "Scrap Quilts". Ausgeschnittene Patches für Quilts aus diesem Buch liegen immer noch rum. Irgendwann muß ich mir die Zeit nehmen und alle mit dem Rollschneider nachschneiden und zusammennähen.
So vergingen die Jahre, aber immer wenn ich in Zeitschriften etwas von Patchwork gelesen habe, war ich elektrisiert. So kam es dann wohl auch, daß ich Anschriften gefunden habe, wo man etwas Pätschiges bestellen konnte. Meine ersten Patchworkstoffe habe ich in der Schweiz und dann auch in Dänemark bestellt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich die ersten Stoffmuster von amerikanischen Patchworkstoffen in den Händen gehalten habe, es war einfach umwerfend und ich hätte am liebsten von jedem Muster mindestens einen Meter kaufen wollen. Nach und nach gab es dann ja auch bei uns Geschäfte, und als ich das erste Mal in München in einem, wenn auch kleinen Patchworkladen stand, war das wie im Paradies. Leider gibt es diesen Laden nicht mehr. Dann kamen der Rollschneider, Matte, Lineale und Stoffe und Patchworkhefte und Bücher und Internet und die Krankheit verschlimmerte sich immer mehr. Es füllten sich die Schränke und Regale und so wird es wohl auch die nächsten Jahre weitergehen, denn, gibt es ein schöneres Hobby?
Maria aus Waldkirchen
Genau wie Maria hatten es auch mir schon immer diese tollen bunten PW-Decken in Zeitschriften oder amerikanischen Spielfilmen angetan. Und eines Tages sah ich dann in einem Burda-PW-Heft auf dem Titelblatt jenen Ohio-Star-Quilt, den ich einfach haben musste. Wie man das macht, davon hatte ich natürlich keine Ahnung, aber die Anleitung lockte mit der Verheißung, dass dieser Ohio-Star Quilt nicht in Blöcken, sondern ganz einfach in Streifen genäht wurde, und auf "einfach" bin ich schon immer angesprungen. Dass diese Art, einen Ohio-Star-Quilt zu nähen, für eine blutige Anfängerin wie ich es war, sozusagen die denkbar schlechteste Alternative darstellte, ahnte ich zum Glück nicht, und so verließ ich das Stoffgeschäft mit ca 30 verschiedenen Stoffen, aber zum Glück auch mit einem Starterset, bestehend aus Rollschneider Lineal und Minischneidematte. Die Streifen konnte ich dank der Step by Step-Anleitung noch ganz gut bewerkstelligen, aber beim Zusammennähen der Streifen zu dem erhofften Ohio-Star-Top verließen sie mich dann, da nichts zusammen passte, alles schief und krumm war und ich das "gute Stück" vollkommen frustriert in die hinterste Ecke meines Schrankes wandern ließ. Etwa um diese Zeit besuchte ich in Zons die Ausstellung "Tradition und Moderne" und war so hin und weg, dass ich im Anschluss daran den misslungenen Ohio-Star wieder aus dem Schrank kramte (irgendwie ließ mir das doch keine Ruhe), um mit Auftrennen, neu Nähen und viel viel Bügeln dann doch noch ein Top fertig zu stellen, in dem wenigstens einige Sterne ein wenig an Ohio erinnerten...Irgendwann hatte ich diesen Quilt dann fertig, aber gefallen hat er mir nicht, und nur der Begeisterung meines jüngsten Sohnes Aaron ist es zu verdanken, dass er nicht in der Mülltonne landete. Er befand kurzerhand, dies sei die schönste Sternenschmusedecke, die er jemals gesehen habe, und damit durfte er meinen misslungenen Erstling behalten. Monate sollten vergehen, bis mich das PW-Fieber wieder packte, denn so vollkommen allein hatte ich keine große Lust, weiter frustrierende Quilts zu produzieren.... Ich stehe morgens im Stau auf der inneren Kanalstraße und sehe vor mir einen PKW mit dem Aufkleber "Ich bin ein Sternenquilter" und Gott sei Dank!!! mit einer Frau am Steuer. Da gab es natürlich kein Halten mehr, irgendwie hatte ich realisiert, dass dies alles etwas mit PW zu tun hatte. Von diesem Eifer gepackt, habe ich es dann geschafft, meinen Wagen im Stau neben den Sternenquilter PKW zu plazieren und mit Hupen auf mich aufmerksam zu machen. So lernte ich Ruth Rademacher kennen, die mir in Windeseile vor einer roten Ampel ihre Büro-Telefonnummer von Auto zu Auto zurief, und was soll ich euch sagen, so bin ich dann bei den Sternenquiltern gelandet, es schlossen sich die Quilt-Replicas an und mir tat sich eine vollkommen neue Welt auf. Heute ist PW ein so fester Bestandteil in meinem Leben, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen kann, je etwas anderes gemacht zu haben. Ein Tag ohne Nähen oder wenigstens schnell mal den PC Anwerfen, um nachzulesen, was sich bei "uns" tut, ist fast undenkbar, und ich finde es wunderbar, über das Medium Internet so viele Gleichgesinnte kennen gelernt zu haben. Das ist nun meine Geschichte (auf diesem Weg liebe Grüße an Ruth) und ich bin überzeugt, dies ist noch lange nicht das Ende...
Martina aus Köln
Mit der Nähmaschine bin ich schon seit meinem 12ten Lebensjahr vertraut. Ich habe Deko und Klamotten genäht und bin zu gern im Stoffgeschäft. Zu Beginn der 90ger Jahre berichtete mir die Verkäuferin von ihrer Handarbeitsmesse, dann war ich im Besitz von Rollschneider, Lineal und Schneidematte. Vorsichtig nähte ich aus Baumwollstoffen Quadrate zu Topflappen. Mit wilden Schnitten und Nähten verarbeitete ich Reste von Hosenstoffen zu Bezügen für Balkonstühle, heute ist es wohl freie Schneidtechnik. Damals konnte ich damit prima Stress abarbeiten. Meine erste Patchworkzeitung war das Heft E268 von Burda und aus Dekostoffen nähte ich Kissen passend zu Couchgarnitur, natürlich wurden sie nicht gequiltet. Mit dem Angebot an Stoffen kam ich klar, und besonderes Zubehör brauchte ich nicht. Mühevoll zeichnete ich Schablonen mit und ohne Nahtzugabe, doch kein Block wurde so groß wie der andere. Schließlich kam ein Rahmen drum damit es paßte. So nähte ich jahrelang für mich hin und war glücklich. Vom Deckblatt einer Patchwork Diana strahlte mich ein Bargello an und der sollte das Bett unserer Tochter zieren. 2000 ist der Bargello fertig geworden, und heute muß er schon geflickt werden, weil er so geliebt wird. Eines Tages näht eben doch jede einen großen Quilt.
2001 hatten wir Internetzugang und einen PC in der Familie, scherzhaft sagte ich, daß ich meine Computerzeiten zugeteilt bekomme. Im Netz entdeckte ich einen Quilt, den ich unbedingt nähen wollte, doch die Stoffe würde ich in Rostock nicht bekommen, also fuhr ich mit meinem Mann 2002 in ein Patchworkgeschäft nach Hamburg. Ich wußte wirklich nicht was ich wollte und schon gar nicht wieviel, mir konnte geholfen werden. Dieses Teil liegt noch in meiner UFO-Kiste. Ich besuchte zum ersten Mal einen Patchwork -Kurs und konnte kaum schlafen vor Aufregung und träumte von irgendwelchen Winkeln. Mir wurde von den Sternchen erzählt und ich wurde neugierig und meldete mich auf dieser Liste an. Es begann eine neue Zeitrechnung in meinem Hobby. Es gab endlich einen eigenen PC und damit viel weniger Zeit zum Nähen. Die Welt wurde für mich ganz groß. Es gab viele Links mit Mustern, die gesammelt und abgespeichert und auch gesichert würden, Online- Shops und viele viele gute Ratschläge. Ich liebe die schönen weichen Umschläge aus dem Stofftausch und Swap oder Gebutstagsblöcke. Besonders gern gesehen sind die Postkarten.
Es gab große und kleine Treffen, und Patchwork ist für mich heute nicht nur Nähen im stillen Kämmerlein, sondern ein wichtiger Kontakt zu vielen gleichgesinnten und verrückten Damen. Später ist mir aufgefallen, daß mein erstes Top schon 1989 fertig war. Als junge Mutti hatte ich das Gefühl im Kinderbett zieht es, und nähte aus Resten von Blusenstoffen viele Quadrate zusammen, die als Decke über das Gitter des Bettchens gelegt wurde. Heute schützt sie mein Bügelbrett vor Katzenhaaren. In einer Mußestunde begucke ich gern die alten Handarbeitszeitungen aus den 70iger und 80iger Jahren. Es gab auch damals schon Patchworkprojekte, das war aber kein Thema für mich, diese Seiten habe ich glatt überblättert, weil sie doch bloß da waren, um das Heft voll zubekommen. Ich denke, daß keine andere Handarbeitsart so viele Leute verbindet.
Gudrun aus Rostock
Ich war immer schon an Handarbeiten interessiert, schon im Kindergarten konnte ich laut Erzählungen meiner Mutter häkeln. In der Schule war Handarbeiten mein liebstes Fach. Ich habe alle meine Puppenkleider selbst genäht, zuerst unter der Anleitung einer Nachbarstochter, die Schneiderin gelernt hatte, später habe ich dann meine Experimente allein fortgesetzt. Und da hab ich dann beschlossen, auch Schneiderin zu werden. Leider wurde daraus nichts, weil meine Eltern meinten, dass eine Frau nicht mehr zu können braucht als Kochen und Kinder erziehen. Als brave Tochter bin ich dann arbeiten gegangen und habe recht bald geheiratet. So war es zu dieser Zeit auf dem Land, leider!! Hab aber immer nach Burda Heften und anderen genäht, meist für meine Kinder. Ende der 70er, als ich schon in der Stadt wohnte, hab ich dann Kurse in der VHS gemacht und angefangen, für mich zu nähen. Irgendwann hat mich dann meine Nachbarin dazu überredet. mit ihr eine Patchworkaustellung zu besuchen, wo ich mich zum ersten Mal leicht angesteckt habe. Zuerst einmal habe ich zu Hause nach Heften probiert zu nähen, später haben wir dann einen Kurs besucht, wo es mir so ging wie vielen anderen, dass es noch nicht viel Zubehör gab. Bei meinen ersten Amerikaurlaub hab ich dann auch zugeschlagen und für mich und meine Nachbarin Schneidematte und Messer und Bücher in Hülle und Fülle gekauft. Bin mit 3 Koffer in einem hin und mit drei vollen Koffer wieder zurück gekommen. War aber mit Kindern allein in USA, da den Mann das ja stört. Meine Tochte war zu der Zeit in USA als AuPair in Pennsylvania und mein bester Dolmetscher. Hab alle Patchworkgeschäfte von NY bis Key West unsicher gemacht. Mein erstes Stück war nur ein Bettüberwurf in Block-Haus und mit gebrauchten Stoffen, die auch einiges erzählen könnten. So hab ich mich angsteckt, und die Krankheit war bis jetzt nicht heilbar, trotz fünfjähriger Pause, die ich vor ca. 2 Jahren beendet hab und jetzt wieder voll da bin. Hab auch meine Tochter angesteckt, die davor zwei linke Hände hatte und nicht einmal wußte, wie man Nähen schreibt. Sie hat inzwischen schon einiges gepatcht. Das Patchen hat mir auch viel geholfen bei meiner Krankheit, da ich dann immer viel ruhiger geworden bin und es mir den Lebenswillen wiedergegeben hat, weil ich diese Sachen nicht gemacht habe, um sie schon den Kindern zu vererben; ich will ja noch einiges nähen, hab noch viele Projekte im Kopf. Ich glaube fest daran, und es hilft sicher.
Maria K.
Nach Schule (Gymnasium für Frauenbildung mit zusätzlichem Hauptfach textiles Gestalten) und Studium (u. a. auch textiles Gestalten) kannte ich so ziemlich alles auf dem textilen Sektor und hatte auch das meiste praktisch probiert. Patchwork war mir allerdings nur theoretisch begegnet, es hatte mich aber absolut fasziniert. Nur, was und wer kannte 1970 jemanden, der Patchwork machte? So blieb es beim Träumen. Ich strickte und stickte, nähte, knüpfte, knotete und klöppelte... und geriet 1994 auf der Suche nach Material für meinen TG-Unterricht irgendwann zufällig in einen Patchworkladen, der auch Kurse anbot. Da ich mich nicht als Fachfrau für Textiles geoutet hatte (muss ja nicht gleich jeder wissen, welchen Job man hat), wurde ich zu einem Log-Cabin-Kurs verdonnert. Weihnachtssterne durfte erst nähen, wer einen Anfängerkurs absolviert hatte. So streng waren damals die Bräuche im westlichen Münsterland! Was ich in diesem Kurs sah, ließ mich nicht los. Wir Anfänger mussten zwar Log Cabins mit gleich breiten Streifen nähen, aber da lag eine Decke aus asymmetrischen LC-blöcken, die einen Kranz ergaben. Am ersten Abend habe ich so lange gezeichnet, bis ich heraus hatte, wie das ging, am zweiten Kurstag habe ich meine Zeichnung mit dem Original verglichen und war mit mir zufrieden. Dann habe ich das Material für diese Decke gekauft und sie ohne Hilfe genäht, was zu einem Disput mit der Kursleiterin führte: Dieses schwierige Muster könne keiner ohne sie.... nun, ich hatte ohne sie und habe ihr irgendwann auch erklärt, woher meine textile Basisbildung kommt. in weiteren Kursen hat sie mich ein paar Mal auf die Probe gestellt, und heute lachen wir gemeinsam über diese Anfänge. Seit damals bin ich chronisch infiziert, nähe meine Quilts und Kleinigkeiten für alle Gelegenheiten und freue mich nach einem stressigen Schultag über sonnige Stöffchen bzw. über die Patchworkfortschritte meiner Schulkiddis. Ich gebe den Virus weiter! Auch wenn es bei meinem Patchworkstart schon Schneidematten, Lineale und Rollschneider gab, so hat sich die Palette der praktischen Werkzeuge inzwischen erheblich erweitert, und ich freue mich über jedes praktische Teil, das mir mein Hobby erleichtert. Schlechtes Gewissen? Nein, auch gute Pfeifen kosten ihr Geld, und Pfeifenraucher wiederum haben genügend Muße, patchige Gedanken mitzugehen und zu patchigen Ideen beizutragen!
Bärbel
Wie so viele von euch habe ich auch recht früh Interesse für Stoffe gezeigt und nähen gelernt - schon mit meiner Oma auf ihrer alten Pfaff von ich glaube 1929 (die jetzt bei mir ist). Damals war ich vielleicht 8 oder 9 Jahre alt.Später habe ich hauptsächlich Klamotten genäht, da es bei uns (damals Jugoslawien, heute Kroatien) keine schicken Sachen zu kaufen gab - jedenfalls nicht für meinen Geschmack. Also haben wir von Tante aus Deutschland Burda bekommen und selber genäht.....Schöne Stoffe gab es bei uns schon (und heute leider nicht mehr). Der Patchworkvirus ist noch nicht so richtig in Kroatien verbreitet.....vielleicht irgendwann. Hier in Deutschland habe ich natürlich weiter genäht, gestickt und gestrickt. Die Patchworkarbeiten kannte ich von früher nur als Häkeldecken. Ich hatte inzwischen meine Firma (Seepferdchen) für Kinderstoffe und habe viel Kinderkleidung genäht. Dann hat eine meiner Freundinnen mit Patchwork angefangen und hat mich 1997 zu den Patchworktagen nach Rastede mitgenommen. Ich fand die ausgestellten Quilts toll, habe dann einen Schnupperkurs besucht und als erstes ein Kissen mit Katzenmotiv genäht (Log Cabin kam erst viel später). Da ich in der VHS Sprachen unterrichtete und Aussenstellenleiterin war, konnte ich meine Freundin für Patchworkkurse gewinnen (als Kursleiterin) und habe dann selber ihre Kurse besucht. Ist ganz praktisch - sich passende Kurse zu organisieren LOL. Dann kamen 1998 die Messen - ich war als Ausstellerin in Osnabrück, Wiesbaden und auf anderen Kreativmessen und habe dann die Sternenquilter kennengelernt.....und auf Messen jede Menge schöne Quilts gesehen. Ja, und jetzt weiß ich gar nicht mehr, wie es einmal ohne all das ausgesehen hat.....
Jadranka aus Jever
Ich habe immer sehr viel Kleidung genäht und wollte mir dann, um das noch zu perfektionieren, eine Overlock-Maschine kaufen. Ich war in verschiedenen Läden und habe mir Maschinen zeigen lassen, zuletzt beim Bernina-Händler (mit dem ich dann auch handelseinig wurde). Dieses Geschäft war von oben bis unten mit Quilts aller Art dekoriert. Als ich 2 Wochen später mein Maschinchen abholen durfte und noch eine Einweisung bekam, hatte ich wieder Zeit, die schönen Arbeiten ausgiebig zu betrachten - nach 4 Wochen bekam ich noch den 2. Teil der Einweisung.......und 2 Monate später machte ich dort einen Anfänger-Sampler-Kurs..... zum Milleniumswechsel bin ich über einen Zeitungsartikel zum Y2K-Swap gekommen, damit in verschiedenen Internetgruppen ---- und jetzt ist alles zu spät -die Overlock ist fast neuwertig geblieben *lach*
Beate aus Offenburg
Meine ersten Quiltversuche waren auch eher etwas seltsam, aber ich will’s Euch trotzdem schnell erzählen: Patchwork hat mich schon immer fasziniert, aber daß man sowas selber machen kann, auf die Idee kam ich gar nicht. Außer Klamotten und Fastnachtskostümen hatte ich mal eine Tasche oder Gardinen genäht, aber Patchwork? Dann bekam ich ein Nähbuch in die Hände, da war eine Weihnachtsmitteldecke mit Ohiostar drin. Noch in der Nacht hab ich angefangen. Einen tollen blau-gelben Sternestoffrest hatte ich mal gekauft, ohne zu wissen wofür; er war halt so schön. Offenbar hab ich das Stoffsammel-Gen schon immer gehabt. Das Top war schnell fertig, ein dünnes Vlies hatte ich auch, aber wenn ich die Decke so genäht hätte, wie das angegeben war, hätte man ja die "Steppnähte" auf der Rückseite später gesehen. Undenkbar! Also hab ich Top und Vlies maschinengequiltet, mit Sternen und Metallicgarn verziert, dann mit der Rückseite verstürzt. Mein erster Quilt war fertig und hatte keine einzige sichtbare Naht auf der Rückseite. Toll, gell? Ich war sooo stolz *gg*
Marion
Ich war als junges Mädchen alles andere als handarbeitswillig. Damals muss ich der Schrecken meiner Lehrerin gewesen sein. Mein gehäkeltes Babyjäckchen hatte mindestens fünf Armlöcher.... Die weiße Schürze, die alle als Einstiegsmodell nähen mussten, ist grau, aber nicht fertig geworden. Ich brauchte bloß den Handarbeitsraum zu betreten, da verloren schon alle Nähmaschinen vor Schreck ihre Nadeln. Meinen ersten Patchworkkurs habe ich aus purer Verzweiflung besucht. Wir waren in die Pfalz umgezogen und ich saß mutterseelenallein - na ja, drei kleine Kinder, der Mann immer bei der Arbeit - auf dem Land, und mir fiel die Decke auf den Kopf. Dann las ich von einem Kurs, der im Pfarrgemeindesaal von der Frau des Pfarrers angeboten wurde: Patchwork. Ich hatte keine Ahnung, was das war, aber da dies die einzige Art zu sein schien, Kontakte zu schaffen, bin ich hingegangen. Was soll ich sagen: Ich hatte das ausgesprochene Glück, bei einer sehr bekannten Quilterin, nämlich Shirley Herzer, die ersten Schritte des Patchworks zu lernen! Das Ganze ist jetzt etwa 14 Jahre her, und mit Hilfe der ***Liste werden mir auch in 50 Jahren die Ideen nicht ausgehen!
Angelika aus der Pfalz
#13 Die Geschichte von Ulla und den Schmerzen "da unten"

Die Geschichte von Ulla und den Schmerzen "da unten"
, aus dem alten Forum von UllaZip (Beitragvon Sternenquilter » Mi 19. Feb 2014, 21:23)
Liebe Mädels, ich hab's mir ein paar Tage überlegt, aber vielleicht kann ich euch mit meiner Geschichte einige Sorgen im Fall eines Falles nehmen, denn mir ist was "Unglaubliches" passiert.
Ich wache nachts auf und habe Schmerzen, aber hallo und zwar "da unten". Nicht genau zu definieren. Sie halten den ganzen Tag an, ich gehe zum Urologen. Er stopft mich mit Medikamenten voll, es wird nicht besser. Ich gehe noch mal hin, er guckt in die Blase und sagt, alles bestens, nix los. Schmerzen. Ich gehe zur Gynäkologin, sie guckt in die entsprechende Öffnung (schönes Thema, was ? .... wird noch besser). Nix.
Schmerzen, ich glaube es ist um mich nun geschehen, die Zeit ist gekommen, ich werde abnibbeln. Ich fange an, meine Stoffe im Geiste zu verschenken. Ich gehe zum Internisten, es bleibt noch eine Öffnung, auch da nix. Da sagt er, die Schmerzen liegen ... am Knochen. Komisch ?
Ich gehe noch mal zum Urologen und da denkt der laut nach.... ich krümme mich inzwischen vor Todesangst und Krebsängsten.... er geht zu seiner anatomischen Tafel. Guckt sie an und denkt laut "Am Knochen ? Da unten ??? Was zum Teufel haben Sie sich denn in den letzten zwei Wochen zwischen ihre Schenkel geklemmt?"
Ich höre den gemurmelten Satz UND........ ich wußte was los war.... Ich hab's ihm gar nicht erst lange erklärt, meinen Quiltrahmen. Ich quilte an einem Standrahmen und hab wie wild meinen USA Quilt fertig gequiltet. Und weil der so schwer ist und ich Angst hatte, die Holzkugel, das Drehgelenk des Quiltrahmens, bricht mir ab, hab ich das Dings auf ganz locker gestellt und das Rahmenbein fest zwischen besagte Oberschenkel geklemmt und stundenlang gequiltet.
Ich bin geheilt. Der Schmerz ist weg und von dem Geld, das ich für Ärzterechnungen jetzt bezahlen muss, hätte ich ihn von Amischen quilten lassen können. Damit ihr niemals so was macht, hab ich euch meine Geschichte geschrieben.
Eure Ulla Zip (MadameRuckZuck)
#14 Bernina Boy

Hier ist eine Geschichte von meiner US-Gruppe, mit der ich schon 30 Jahre online "quilte". Sie ist auf Englisch, aber Frau Gockel kann das sicher übersetzen (oder sonst eine Übersetzungs-App). Ich poste die Geschichte in der dortigen Gruppe immer mal wieder, wir lachen uns jedes Mal von neuem schief!
Vielleicht gefällt sie Euch auch so gut!? BBers sind die Mitglieder des World Wide Quilting Page Bulletin Boards, das war eine Website, auf der man Kommentare hinterlassen konnte, was sich letztendlich zum vermutlich ersten weltweiten Online-Chat-Portal für Quilter entwickelt hatte.
Last summer, four of the Serial Quilters (these would be Bev in Cincy, Just Me Sue, Backyard Susan, and me - Cassi in Ohio) went to the show in Indianapolis. We met up with a number of BBers (including Ronna and Peg in Chicago) and had dinner with Brenda in Indiana, Melinda in Indy and Bertie.
Now I must preface this with the comment that Bertie appears to be a very demure lady - very gentle and perhaps a little bit shy. Please note that the operative word here is "appears!"
We had lots of fun, of course, and after dinner headed to the elevator to go to our room to continue talking. So there were seven of us on the elevator, the youngest being Brenda, who is currently 39. Don't know who the oldest one was (I just know it wasn't me!) but you get the picture - seven basically middle aged women on an elevator laughing and giggling.
Before the doors closed, around the corner came this drop-dead gorgeous hunk of a male carrying a beer in each hand. He took one look at all of us on the elevator (okay, some of us were leering) and said, "I'll wait for the next elevator." Of course, we all laughed at him, and I think Brenda and I squawked at him like chickens to indicate what we thought of his cowardness.
So he got on the elevator, at which point I punched the floor buttons and the elevator began to ascend. A hush fell over the group - perhaps because we were all so stunned that this kid (after all, he couldn't have been more than 25) actually did get in the elevator! Suddenly, from a back corner of the elevator I hear a sweet voice singing, "And here's to you Mrs. Robinson."
This, of course, cracked all of us up, but I suspect the poor guy didn't get the joke, being too young to have seen The Graduate.
In any case, you guessed it - it was our dear sweet Bertie!!!!!
The next day, we were all taking a Liz Porter class on Curing Curve-A-Phobia, which is a great class if you ever have a chance to take it. Most of us had brought our Featherweights and since the piecing is easier with a machine that has a knee-lift, Liz suggested getting the Bernina sewing machines that were available as loaners set up. So we put our Featherweights away while Liz went and got the Bernina representative to come to set up the machines. I had just set my Featherweight under the table when I heard this male voice, and I turned around...
LO AND BEHOLD - the hunk from the elevator was the Bernina Boy!!!!!
Of course, we all burst out laughing, the poor Bernina Boy turned 50 shades of red and probably now has an incredibly warped (but accurate) view of quilting ladies in general!
So that's the story of Bertie and the Bernina Boy - her "Mrs. Robinson" fantasy!!! And he's far better-looking than Dustin Hoffman! Somehow I would just love to see Bertie act out that scene where Anne Bancroft pulls those stockings on!!! LOL (It WAS Anne Bancroft, wasn't it?)
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